Kalkgrundregatta – Saisonabschluss 2025

Mit vereinten Kräften und einer großen Portion Segelleidenschaft ist das Team der Regattagemeinschaft Fahrensodde in die Vorbereitungen der Kalkgrundregatta 2025 gestartet. Eine wunderbare Teamleitung des Hafens Fahrensodde, eine Wiederbelebung der Regattagemeinschaft Fahrensodde, ein WIR. Zunächst sah es so aus, als würde das Teilnehmerfeld in diesem Jahr etwas kleiner ausfallen – doch dann kam in der letzten Woche noch einmal richtig Bewegung in die Meldelisten. Mit großer Freude konnten Silja Witt und Luzie Steppat schließlich 34 Teams, darunter auch zahlreiche Seglerinnen und Segler aus Dänemark, zur Anmeldung im Regattabüro begrüßen. Am Regattatag selbst zeigte sich die Flensburger Förde von ihrer lebhaften Seite. In diesem Jahr hat das Orgaisationsteam entschieden den Regattatag etwas entspannter beginnen zu lassen: Die Skipperbesprechung wurde von 8 auf 9 Uhr verlegt, sodass der erste Start um 10 Uhr erfolgen konnte. Diese Entscheidung wurde von allen Teilnehmenden mit großer Freude aufgenommen – ein etwas humanerer Start in den Tag, der der guten Stimmung gleich zu Beginn spürbar guttat. Unser Wettfahrtleiter Ringo legte dann auch pünktlich los mit der ersten Ankündigung für den Start der ORC1 Gruppe. Der erste Start war noch von leichter Nervosität geprägt, zwei Boote waren viel zu früh über die Linie und mussten per Einzelrückruf wieder zurückgeholt werden. Beide Crews haben jedoch vorbildlich reagiert und sind erneut über die Startlinie gefahren, so dass die Wettfahrtleitung mit den folgenden Starts ohne Verzögerung fortfahren konnten. Die verbleibenden vier Starts der Gruppen ORC2, Yardstick 1 und 2, sowie die C55 waren dann vorbildlich. Diszipliniert, konzentriert und sportlich fair. Beeindruckt waren die Wettfahrtleitung und die Zuschauer auf der Mole vom Start der Beltane aus der SVF. Skipper Sven Callesen war mit seiner erfahrenen Crew genau 2 Sekunden nach dem Schuss mit seinem Bug über der Startlinie. Dieser Bilderbuchstart sollte sich noch auszahlen im weiteren Rennverlauf.

Den letzten Start des Tages absolvierten die C-55 und dieser war etwas ganz Besonderes. Schon beim Start fiel auf, wie viele junge Seglerinnen am Steuer und in den Bootes saßen. Mit spürbarer Konzentration und einer großen Portion Mut gingen die fünf Boote als Einheitsklasse auf die Bahn, die an die Mittwochabendregatta angelehnt war. Die Bedingungen waren anspruchsvoll bei 5 Bft, in Böen bis 6 Bft, was für diese kleinen Boote alles andere als gemütlich ist. Doch die jungen Crews meisterten die Herausforderungen mit Bravour. Es war viel seglerisches Können und Teamgeist zu beobachten. Eine C-55 die „Bö“ musste leider, nach dem Riss des Vorstags, vorzeitig abbrechen – aber die übrigen kamen erschöpft, aber sichtlich glücklich ins Ziel. Es war ein starker Auftritt der jungen Seglerinnen und Segler, der allen großen Respekt abverlangte – und der eindrucksvoll zeigt wie lebendig und stark der Nachwuchs in der SVF ist. Die Bedingungen waren für den Rest des Feldes ebenfalls sehr herausfordernd. Die Außenförde zeigte sich von ihrer rauen, kraftvollen Seite. Der Wind legte deutlich zu, die Wellen bauten sich auf, und selbst die großen Boote mussten sich mit kräftigen Wellengang auseinandersetzen. Bis zum frühen Nachmittag waren dann fast alle Boote (zwei teilnehmende mussten leider aufgrund von Materialschäden abbrechen) wieder wohlbehalten zurück im Hafen. Vor dem Regattabüro sammelten sich nach guter alter Tradition alle Teilnehmenden zum traditionellen Einlaufbier. Bei Sonnenschein und entspannter Atmosphäre wurde Seemannsgarn gesponnen, Startmanöver wurden lebhaft nacherzählt, Winddreher diskutiert und besondere Momente des Tages geteilt. Seemannsgarn eben. Ab 18 Uhr lud der Festausschuss der SVF zu einem leckeren Suppenbuffet ein, zu dem dann alle Mitglieder der SVF, dem FYC und den Regattateilnehmer eingeladen waren. Die Halle der SVF war wunderschön geschmückt – warmes Licht, maritime Dekoration und DJ Wolle sorgten für eine ganz besondere Stimmung. In dieser festlichen Atmosphäre begann dann die langersehnte Preisverleihung, die mit großem Applaus und viel Begeisterung aufgenommen wurde. Alle Preisträger wurden gewürdigt, auf ein Podest „gehoben“ und gefeiert. Durchgeführt wurde die Preisverleihung von Birgit Krohn und ihrem „Team“ bestehend aus den beiden Vorsitzenden der Vereine SVF (Markus Ott) und dem FYC (Kay von Eitzen).

Teilnehmerstimmen:

„Die Preisverleihung war rundum gelungen – lebendig, wertschätzend und voller guter Stimmung.“

„Ich fand es toll, wie alle Gruppen und Leistungen bedacht wurden. Egal ob groß oder klein, jede Crew hatte ihren Moment. Das war richtig schön.“

Bevor das rauschende Fest im Anschluss beginnen konnte, gab es noch einen besonderen Höhepunkt: Eine Verlosung unter allen Regattateilnehmenden. Dank großzügiger Unterstützung konnten attraktive Sachpreise verteilt werden – darunter zwei Gutscheine über 100 Euro von TT Sails, Sachspenden im Gesamtwert von 200 Euro vom Yachtausstatter Andersen sowie zahlreiche weitere Einzelpreise. Wie der Zufall es wollte, hatte vor allem die Jungendabteilung mit ihren C 55 Crew das Glück auf ihrer Seite. Neben dem Losglück konnte sich die Jugend noch über eine stattliche Summe in der rumgereichten Spendenbox freuen. Für besondere Heiterkeit sorgte ein kleiner Zwischenfall bei der Suppenausgabe. Ein Crewmitglied der Halbtrocken erkaufte sich mit bei Birgit Krohn einen vorderen Platz in der Suppenausgabe. Das Geld, immerhin 50 Euro, aus dieser humorvollen Bestechung nahm dann später die glückliche Jugendabteilung entgegen. Dieser Moment spiegelte genau das wider, was diesen Tag und diese Regatta so besonders gemacht hat: Sportlicher Geist, Gemeinschaft, Humor und Herz. Danke an alle Teilnehmenden, den Helferinnen und Helfern an Land und auf dem Wasser, der Wettfahrtleitung, dem Festausschuss, den Sponsoren und allen die mit Zeit und Engagement diesen Tag für alle so besonders gemacht haben.

Ergebnisse findet ihr auf manage2sail